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Papierguide für den Druck

Kleines Papier 1×1: von A wie Affichenpapier bis B wie Bilderdruckpapier

Ein durchdachtes Design ist nur die halbe Miete für einen starken Auftritt im Printbereich. Neben dem Auge wollen auch die Fingerspitzen von Kunden begeistert werden. Wer sein Design wahllos aufs Papier bringt, erregt wenig Aufmerksamkeit und verschenkt wertvolles Potenzial bei der Kundengewinnung. Es lohnt sich also, die Vor- und Nachteile der verschiedenen Papiersorten für den Druck gegeneinander abzuwägen und erst dann seinen Favoriten zu küren. Mit unserem mehrteiligen Papierguide helfen wir Ihnen dabei, im Papierdschungel nicht den Überblick zu verlieren und das Beste aus Ihrem Druckprodukt herauszuholen.

Exkurs: Charakteristika von Papieren

Chancen bei der Papierauswahl

Jede Papiersorte hat bestimmte Eigenschaften, die wiederum die Wirkung Ihres Printproduktes maßgeblich beeinflussen. Edel, natürlich, ausgefallen – die Beschaffenheit und Merkmale der verschiedenen Papiere sind der Schlüssel, um die Werte und Botschaften Ihrer Marke authentisch aufzugreifen. Um sich nach und nach an das für Ihr Druckprodukt passende Papier heranzutasten, sollten Sie sich deshalb zunächst ein paar Gedanken zum Produkt selbst machen. Überlegen Sie sich im Vorfeld, welchen Eindruck Sie mit Ihrem Druckprodukt beim Kunden hinterlassen wollen. Gleichzeitig sollten Sie bei der Papierauswahl immer auch die geplante Verwendung Ihrer Druckprodukte im Hinterkopf haben. Es ist wichtig, dass das von Ihnen gewählte Papier dem beabsichtigten Gebrauch standhält und nicht schon nach kurzer Zeit einknickt.

Die Grammatur, Verarbeitung und Oberflächenveredelung sind die Grundsäulen, auf denen die unterschiedlichen Eigenschaften von Papieren basieren. Sie entscheiden über die haptische und optische Wirkung der Papiersorten und beeinflussen deren Transparenz, Gewicht, den Grad der Durchsichtigkeit sowie die Langlebigkeit.

Papiergrammatur als Orientierungshilfe

Die Grammatur ist ein nützliches Hilfsmittel, um die Festigkeit und Dichte Ihres Papieres mit anderen Papieren vergleichen zu können. Dabei gilt: umso niedriger die Grammatur, desto dünner und transparenter das Papier. Hier ein kleiner Vergleich, um eine Vorstellung von den unterschiedlichen Grammaturen zu bekommen: Während unser handelsübliches Kopierpapier eine Grammatur zwischen 60 g und 90 g hat, besitzt Karton eine Grammatur zwischen 150 g und 350 g.

Papier mit hoher Grammatur empfiehlt sich generell bei Druckprodukten, die durch viele Hände gehen. Visitenkarten verschwinden zum Beispiel auf Messen und Veranstaltungen gerne mal in Hosen- oder Jackentaschen und werden erst am Ende des Tages näher in Augenschein genommen. Leiden Optik und Lesbarkeit darunter, werfen weder potenzielle Kunden noch Partner einen zweiten Blick auf Ihre Botschaften. Bei Imagebroschüren und Magazinen sorgen Papiere mit einer hohen Grammatur wiederum dafür, dass Texte und Bilder nicht auf der Rückseite durchscheinen. Für die Geschäftsausstattung sind Papiere mit niedrigen Grammaturen dagegen oft von Vorteil. Formulare und Briefpapier mit niedrigen Grammaturen erleichtern beispielsweise den günstigen Versand per Post und sind problemlos für den Laser- und Inkjetdruck geeignet.

Grammatur für die Geschäftsausstattung

Einflussfaktor Oberflächenveredelung

Papiere lassen sich grob in zwei Kategorien unterteilen: ungestrichene Papiere und gestrichene Papiere. Der Unterschied der beiden Papierarten verbirgt sich in der Oberflächenbeschaffenheit. Grundsätzlich sind Papiere nach ihrer Herstellung zunächst immer ungestrichen. Ihre Oberfläche ist in diesem Fall unbehandelt und fühlt sich leicht rau an. Aufgrund ihrer natürlichen Struktur nehmen diese ungestrichenen Papiere Druckfarbe gut auf und geben Fotos sowie Bilder weicher und weniger definiert wieder.

Bei gestrichenen Papieren wird die Oberfläche nach der Herstellung zusätzlich mit einem Bindemittelauftrag veredelt. Dieser Auftrag schließt die Papieroberfläche und hinterlässt ein glattes Finish. Die versiegelte Oberfläche der gestrichenen Papiere nimmt weniger Druckfarbe auf als die von ungestrichenen Papieren und gewährleistet so eine hohe Detail- und intensive Farbwiedergabe beim Druck.

Papiersorten im Überblick

Wetterfeste Außenwerbung mit Affichenpapier

Der Begriff „Affiche“ stammt aus dem Französischen und bedeutet übersetzt „Plakat“ oder „Aushang“. Aufgrund seiner wasserfesten und UV-beständigen Oberfläche trotzt das Affichenpapier problemlos Wind und Wetter und wird deshalb in erster Linie bei der Plakatwerbung im Außenbereich eingesetzt.

Charakteristisch für das Plakatpapier ist die blaue Rückseite. Während die Vorderseite des Affichenpapieres gestrichen ist und für ein hochwertiges Druckergebnis sorgt, ist die blaue Seite ungestrichen. Leim und Kleister halten an dieser ungestrichenen Rückseite besonders gut und ermöglichen das Anbringen von Plakaten mithilfe der Nassverklebung an Litfaßsäulen oder Laternen. Ein weiterer Vorteil der blauen Färbung: Sie ist lichtundurchlässig und verhindert das Durchschimmern älterer Plakate, die Sie gegebenenfalls mit Ihren Plakaten überklebt haben.

Aussenwerbung mit Plakaten

Bilderdruckpapier für den großen Auftritt

Bilderdruckpapier, auch Kunstdruckpapier genannt, zählt zu den gestrichenen Papieren und eignet sich bestens für die Reproduktion von Bildern mit hohem Farbanteil. Die glatte Papieroberfläche sorgt für eine gestochen scharfe Detailwiedergabe bei optimaler Farbbrillanz und verleiht Ihrem Druckprodukt gleichzeitig eine edle Note. Egal ob Imagebroschüre, Werbekatalog oder Flyer – ihr volles Potenzial entfalten Bilderdruckpapiere überall da, wo optisch Vollgas angesagt ist und lassen Kunden gerne einen zweiten und dritten Blick riskieren.

Doch Bilderdruckpapier ist nicht gleich Bilderdruckpapier. Es gibt sowohl eine matte und als auch eine glänzende Variante, die jeweils ihre eigenen Stärken haben. Mattes Bilderdruckpapier reflektiert einfallendes Licht weniger stark und fördert die Lesbarkeit von Texten. Aus diesem Grund bietet sich diese Variante für Druckprodukte mit einem ausgeglichenem Text-Bild-Anteil an, zum Beispiel Geschäftsberichte oder Broschüren. Weiterhin werden Farben durch die matte Oberfläche etwas zurückgenommen, was Ihrem Produkt einen Hauch von Eleganz verleiht. Die glänzende Papiervariante besticht vor allem durch ihren hohen Glanz, der Bildern eine extra Portion Farbbrillanz verleiht. Insbesondere Druckprodukte mit einem hohen Farbanteil wie Bildbände oder Mappen für Firmenpräsentationen fallen mit glänzendem Bilderdruckpapier direkt ins Auge.

Nicht das passende Papier dabei? Kein Grund zur Sorge! In der nächsten Ausgabe unseres Papierguides gibt’s noch mehr zu entdecken. Wer bis dahin die Wartezeit überbrücken will, geht mit unserer kostenlosen Mustermappe auf Tuchfühlung und erlebt unsere verschiedenen Papiersorten hautnah.

Veröffentlicht am Kategorien Druckwissen
 
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