Hinter den Kulissen unseres Adventskalenders – Das Berlin-Motiv von Sebastian Matthäus

Unser Adventskalender ist dieses Jahr nicht nur quadratisch, sondern auch in kreativer Kooperation entstanden. Aber wer steckt eigentlich hinter dem Motiv des Berlin- Motivs? Sebastian Matthäus: Grafiker, Motion-Designer und Illustrator aus Berlin.

Doch nicht nur das – der am Design-Campus in Potsdam (FHP) diplomierte summa cum laude Designer ist umtriebig und facettenreich. Mal animiert er Stop-Trick-Filme für wissenschaftliche Ausstellungen, mal fotografiert er fliegende Seiltänzer am Berliner Teufelsberg, fliegt für die Bayrischen Motorenwerke nach England um eine App zu gestalten, entwirft 3D-animierte Multiscreen Projektionen für die Meyer Werft, entwickelt einen Mikrofonvorverstärker, filmt Thomas D von den Fantas und zeichnet danach eine Illustration für die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung – Ressort Politik. Wie passt das zusammen? Sebastian Matthäus sagt: „Eindimensionale Gestaltung ist langweilig, denn nur wer über den Tellerrand zu schaut, bekommt mehr Suppe. Suppe ist wichtig!“ Er antwortet auf tägliche Gestaltungsfragen und stürzt sich auf das, von dem man nie genug haben kann: Wissen. Und Kommunikation. Und da kann man doch ehrlich sein: hier scheitert es im Alltag am häufigsten. Animationsfilme, Erklärfilme, Sachfilme, Dokumentationen, Screen-Layouts, Kataloge, Projection Mapping, Fahrzeugbeschriftungen, Apps, Webseiten, Exponate und Leitsysteme – sie alle dienen dem gesellschaftlichen Miteinander, der Orientierung im Alltag und der menschlichen Wahrnehmung. Das Gehirn dabei zu ermuntern im Zeitalter der medialen Fluten wachsam zu bleiben ist seine Aufgabe. Sich dabei auf einen inhaltlichen Aspekt zu fokussieren zu können – ist sein Anspruch.

Der 1977 in Ostberlin geborene, verheiratete Familienvater von zwei Töchtern lebt und arbeitet in Berlin Pankow. Nach Schule, Studium und einer ausführlichen Weltbeschauung mit über 40 besuchten Ländern gründet er in Berlin-Mitte im Jahr 2005 „Grenzfarben – die Agentur für Gestaltung“ (www.grenzfarben.de und https://www.behance.net/grenzfarben) – die er nun seit vielen Jahren gemeinschaftlich mit seiner Studienkommilitonin, Grafikerin und Illustratorin Ina Dautier partnerschaftlich betreibt. Seit 2004 ist er zudem Art-Director und Projektleiter bei der Berliner Filmproduktion Forseesense (https://www.forseesense.com), die zuletzt mit dem Kinofilm „Bach in Brasil“, sowie mit dem nominierten Kurzfilm „Covered with Chocolate“ auf sich aufmerksam machte. Wenn Sie von Sebastian Matthäus noch nichts gehört haben, so sind Sie womöglich mit einem seiner zahlreichen, deutschlandweiten Projekte in Berührung gekommen, an denen er beteiligt war. Vielleicht waren Sie auf der Festung Königstein? In einem Geysirzentrum am Rhein? Vielleicht mal am Wattenmeer oder in der Meyer-Werft die Schiffsgiganten bestaunen? Im Klimahaus in Bremerhaven oder im Museum für Verkehr und Technik in Berlin? Im Anne-Frank-Zentrum oder in der BMW-Welt in München? Vielleicht beim ADAC-Verkehrstraining, im „Wortreich“ in Bad Hersfeld, in der „Welt des Fliegens“ in Hannover, im Wolfsburger VW-Besucherzentrum oder im Rattenfänger-Museum zu Hameln? Nicht? Möglicherweise haben Sie schonmal einen JustMusic-Katalog in den Händen gehabt, wenn Sie sich für Musik interessieren. Auch nicht? Dann haben Sie jetzt gelesen, was Grafiker so tun, wenn sie umtriebig sind. Zum Beispiel Weihnachtskalender für die schönste Druckerei Berlins illustrieren, um diese mit allerlei Veredelungen pimpen lassen: UV-Lack, Silberfolie und Glitzer.

Wie kann man also die essenziellen Gestaltungsfragen dieser Zeit lösen?Sebastian Matthäus sagt: Mit Talent, mit Anspruch, mit guter Suppe – und natürlich 2 Millimeter Beschnitt.

 

Wir präsentieren: Unsere neuen Weihnachts- und Adventskarten – und den kreativen Kopf dahinter!

In diesem Jahr wollten wir uns für die Weihnachtspostkarten von Pinguin Druck was Besonderes einfallen lassen. Genauer: Wir haben jemanden beauftragt, der sich was Besonderes einfallen ließ, nämlich „LiebeGerda“!

„LiebeGerda“ – so heißt die Schrift, in der wir unsere Weihnachtskarten gesetzt haben. Sie stammt von der Berliner Schriftdesignerin Ulrike Rausch, die sich mit ihrer Firma LiebeFonts auf Handschriften spezialisiert hat bzw. auf handgemachte Schriften, die sie als Fonts zum Beispiel Grafikern und Designern zur Verfügung stellt.

Berliner Schriftdesignerin Ulrike Rausch

Wir präsentieren: Unsere neuen Weihnachts- und Adventskarten – und den kreativen Kopf dahinter! weiterlesen