Abgabe als PDF
Am sichersten ist die Abgabe Ihrer Daten als PDF. Die Voraussetzung dafür ist lediglich die Anschaffung von Adobe Acrobat Professional. Das Pdf-Format hat viele Vorteile:
• Alle Objekte (Schriften, Bilder,...) können im PDF eingebettet werden.
• Mit Acrobat haben Sie ein mächtiges Programm in der Hand, bei dem Sie Ihren Druckjob preflighten und softproofen können, Sie sehen also Ihren Job so, wie wir ihn später drucken.
• Die meisten Probleme bei Abgabe als offenes Layout verursachen Bilder und Schriften. Es werden oft falsche Bilder oder Schriften mitgeliefert. Nicht immer können wir das erkennen, d.h. Ihr Job wird evt. auch falsch gedruckt oder es muß viel kommuniziert und nachgeliefert werden.
• Ein PDF zu schreiben ist leichter als viele denken. Diverse Fehler im PDF sind sehr oft auf falsche Einstellungen bzw. Fehler in Layoutprogrammen
oder deren Bedienung zurückzuführen. Diese Fehler treten dann aber auch im Druck auf. Nur im PDF können Sie Fehler schon vorher erkennen. Auf unserer Seite finden Sie je nach Betriebssystem und Programm genaue Anleitungen zum Schreiben eines PDFs.
PDF-Vorgaben
Bei der Abgabe als PDF müssen alle Schriften eingebettet sein.
Die Versionsnummer des PDFs darf nicht größer sein als 1.3 (Acrobat 4).
Alle Bildauflösungen müssen stimmen.
Alle Elemente müssen in CMYK vorliegen, Profile in Elementen werden (genau wie der OutputIntent) von uns ignoriert.
Es darf kein Postscriptcode eingebettet sein.
Prinzipiell gibt es in allen Layoutprogrammen Grundsätze, die man beachten sollte. Diese sind dann auch bei Abgabe als offenes Format verbindlich.
Bildauflösung
Farb- u. Graustufenbilder: 400 dpi, Skalierung im Layout 100%
Bitmaps oder Strichbilder: 1200 dpi, Skalierung im Layout 100%
Die Bildauflösung sollte bis A3 das doppelte der Rasterweite im Druck betragen (Raster (lpcm)*2,54*Qhalitätsfaktor=2). Wir drucken auf einigen Druckmaschinen im 80er Raster = Rasterweite von 203 lpi, empfehlen also eine Auflösung der Bilder von 400 dpi. (Bekannt ist ein Richtwert von 300 dpi, da früher oft im 60er Raster = 152 lpi gedruckt wurde.) Bilder sollten immer im Bildbearbeitungsprogramm in die richtigen Größe gebracht und dann mit 100% plaziert werden, da dort die Art der Interpolation eingestellt werden kann.
Es gibt keinen Grundsatz, wie weit man von diesen Vorlagen abweichen darf. Eine größere Bildauflösung ist jedoch wenig sinnvoll, da die Qualität im Druck nicht besser wird und Übertragungs- u. Belichtungszeiten unnötig verlängert werden.
Die Frage, ob denn weniger dpi noch gut aussehen, können wir nicht beantworten, da unterschiedliche Menschen unterschiedliche Qualitätskriterien haben.
Von einem Qualitätsfaktor < 1,4 (70er Raster = 249dpi, 80er Raster = 285 dpi) raten wir aber ab.
Schriftstile nicht über das Stilmenü bestimmen
 Abbildung 1
Wenn Sie eine Schrift in Bold oder kursiv brauchen, nutzen sie bitte die Schriftstile, die bei der Schrift ausgewählt werden können und bestimmen die Stile nicht über die Buttons darunter.
Abgabe der Druckdaten in CMYK ohne Profil
Bitte geben Sie uns Ihre Daten im Farbraum CMYK ohne Profil ab. Leider ist Farbmanagement ein komplexes Thema und nicht alle Kunden kennen sich damit aus. Viele Kunden geben Daten mit Profilen ab, die nicht unseren Druckbedingungen entsprechen. Wenn wir diese Profile richtigerweise
berücksichtigen würden, „verändern“ wir natürlich die vom Kunden angelegten Farben, was zu mehr Reklamationen führte. Deshalb haben wir uns für das Verwerfen aller Profile entschieden. Wir drucken nach Prozessstandard Offset, benutzen Sie demnach bitte bei der Separation die Profile ISO Coated v2 bzw. ISO Uncoated. Der versierte Kunde dürfte auch kein Problem haben, das Layout erst bei der PDF-Ausgabe in CMYK umzuwandeln, um so in seinem bevorzugtem Farbraum zu arbeiten.
Drucken nach PSO, verwendete Profile: ISO Coated v2 und ISO Uncoated, Farbdeckung in Flächen wenn möglich <= 280%
Wir drucken nach Prozessstandard Offset, benutzen Sie demnach bitte bei der Separation die Profile ISO Coated v2 bzw. ISO Uncoated. Es kann jedoch bei einigen Papieren zum Ablegen (Farbe auf der Rückseite des Folgebogens) kommen. Deshalb bitten wir bei großen Flächen um eine maximale Farbdeckung von <=280%. Wir sind uns bewußt, das eine größere Farbdeckung lt. den Profilen der ECI möglich ist und bei Bildern gibt es dort auch eigentlich keine Probleme. Wenn Sie jedoch eine schwarze Fläche layouten und als Schwarz z.B. eine Farbe von:
C=63, M=52, Y=51, B=100 benutzen, wird man diese Farbe im Druck trotz geringerer Farbdeckung visuell kaum von einem Schwarz mit höherer Farbdeckung unterscheiden können. Wir können dann schneller weiterverarbeiten und müssen die Drucke nicht ewig liegen lassen, so haben Sie auch Ihr Produkt schneller in der Hand.
Anschnitt 2 mm, bei gefalzten oder gebundenen Produkten > 3 mm
Technisch bedingt können bei der Weiterverarbeitung Toleranzen auftreten. Bei Produkten, die nur geschnitten werden müssen, verwenden Sie daher bitte einen Anschnitt von 2 mm, bei allen anderen einen Anschnitt von 3 mm. Objekte, die auf keinen Fall angeschnitten werden dürfen, platzieren Sie bitte ebenfalls 2 mm bzw. 3 mm von der Schnittkante. (siehe Anschnitt)
keine Haarlinien
Wir empfehlen, bei Layoutprogrammen die Linienstärke auf mindestens 0.1 mm zu setzen.
Anschnitt
Beim Schneiden kann es technisch bedingt zu kleinen Differenzen kommen. Bei gefalzten Broschuren, z.B. Rückstichheftungen, haben die Bögen in jedem Fall verschiedene Größen, da ja die inneren Seiten mehr beschnitten werden als die äusseren (der Weg um den Bund wird aussen eben immer länger). Deshalb müssen die Layouts mindestens 2 mm bzw. 3 mm Anschnitt besitzen, nach innen sollte der gleiche Abstand eingehalten werden. Bilder und Flächen, die bis an den Rand gehen sollen, müssen darüber hinaus bis zur Anschnittkante aufgezogen werden, wichtige Elemente, die auf keinen Fall angeschnitten werden dürfen (Texte, Logos, ...), dürfen nur bis zur Layoutkante reichen.
 Abbildung 2
Ein paar Beispiele:
- Wenn das Endprodukt auf der linken Seite nur 0,5 mm zu weit links beschnitten würde und es wäre kein Anschnitt vorhanden, so würde man das Papierweiß auf der linken Seite
immer sehen. Gleiches Prinzip beim blauen Balken: Wenn man diesen auf der linken Seite nicht bis zur Anschnittkante aufgezogen hätte, so würde man das Bild darunter bzw. die gelbe Fläche immer links „blitzen“ sehen.
- Angenommen, der blaue Balken wäre genau
an der Anschnittkante und die Dicke des Balkens wäre 2 mm. Wenn nun beim Schneiden
Differenzen von nur +- 0,5 mm auftreten, so wäre der Balken auf einem Flyer 2,5 mm, auf dem anderen aber nur 1,5 mm dick. Deshalb
sollten auch dünne Linien und Balken weit genug von der Schnittkante gesetzt werden,
da sonst auch kleine Unterschiede sofort sichtbar werden.
- Um Texte, Logos, Seitenzahlen, usw. nicht anzuschneiden, sind auch diese weit genug weg von der Schnittkante zu platzieren.
- 1 = Anschnittkante (plus 2-3 mm von der Schnittkante - bis hierher sollten Elemente, die an den Rand sollen, aufgezogen werden)
- 2 = Schnittkante (an dieser Kante wird am Ende geschnitten, wenn keine Differenzen auftreten)
- 3 = Layoutkante (minus 2-3 mm von der Schnittkante - wichtige Elemente, die auf keinen Fall angeschnitten werden dürfen, sollten von der Schnittkante wegplaziert werden.
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