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Nach Erzeugung einer PDF-Datei müssen Sie diese noch auf mögliche Fehler kontrollieren. Sollten Sie den oben beschriebenen Weg benutzt haben, sollte das PDF schon in Ordnung sein. Wir beschreiben hier einen Weg zur Kontrolle in Acrobat 7 professional, welches gerade für die Druckproduktion wichtige Neuerungen aufweist und von uns empfohlen wird.
 Überdrucken Vorschau
 Überdrucken Vorschau
Als erstes sollten Sie das PDF auf Vollständigkeit kontrollieren.
Dabei sollten Sie unbedingt die Überdrucken-Vorschau (Menü: Erweitert->Überdrucken-Vorschau) anwählen. Im Bild links ist diese abgewählt, das gelbe Farbfeld soll aber überdruckt werden. Nur bei der Anzeige mit Überdrucken-Vorschau rechts wird das PDF korrekt dargestellt. Da dieses Farbfeld auf überdrucken gestellt wurde, wird es von uns auch so behandelt, also überdruckt. Sollten Sie das Attribut Überdrucken ungewollt gesetzt haben, können Sie diesen Fehler nur mit aktivierter Überdrucken-Vorschau visuell erkennen.
Bei aktivierter Ausgabevorschau ist die Überdrucken-Vorschau immer aktiviert.
 Dokumenteigenschaften
Unter Datei->Dokumenteneigenschaften öffnet sich ein Fenster, bei dem Sie mit einem Klick auf den Reiter Schriften kontrollieren können, ob alle Schriften eingebettet sind. Im Bild links wurde die Schrift BlurMedium unten nicht eingebettet, diese Datei können wir also nicht verdrucken. Benutzen Sie niemals das Touchup-Textwerkzeug, da die Schriften des Textes, den Sie im PDF editiert haben, dann nicht eingebettet werden. Müssen Sie Text im PDF bearbeiten, bietet sich als Alternative das Programm Pitstop an, ansonsten müssen Sie im Layoutprogramm die Änderungen vornehmen und dann ein neues PDF schreiben.
Ein PDF mit Schriften, die nicht eingebettet sind, kann auch nicht von uns gedruckt werden.
Die Ausgabevorschau in Acrobat 7 ist ein mächtiges Tool, wird aber leider oft mißverstanden. Geöffnet wird diese im Menü unter Erweitert->Ausgabevorschau. Achtung: Die im Fenster aufgelisteten Farben und Farbwerte für die Pipette sind abhängig vom gewählten Profil und müssen nicht den angelegten und gedruckten Werten entsprechen! Acrobat simuliert in Abhängigkeit vom oben im Fenster einzustellenden Simulationsprofil seine Ausgabevorschau. Haben Sie also noch Elemente in RGB, werden diese bei unserem ISO Coated v2 Profil in CMYK angezeigt. (Zum Herunterladen und installieren der Profile siehe: Farbmanagement in Photoshop.) Sie können also keinesfalls sicher sein, keine RGB-Elemente im PDF zu haben, nur weil die Farbwerte für die Pipette immer in CMYK angezeigt werden. Zum Testen können Sie ein RGB-Profil als Simulationsprofil verwenden, schon werden alle Werte unter der Pipette in RGB angezeigt, obwohl Sie doch feste CMYK-Farbwerte benutzt haben. Gleiches gilt auch für PDFs mit Quellprofilen. Öffnen Sie beispielsweise ein PDF mit angehängtem Quellprofil, werden Ihnen andere Werte angezeigt als später gedruckt, da wir z.Z. angehängte Profile nicht mit berücksichtigen (siehe Abgabe der Druckdaten in CMYK ohne Profil)!
 Profil
 Profil
Prinzipiell lässt sich sagen: Liegt das PDF ohne Quellprofile vor, sind also alle Farben DeviceCMYK oder Volltonfarben, so sehen Sie die Farbwerte unabhängig des Simulationsprofiles (es sollte schon ein CMYK-Profil sein) so, wie sie später von uns verdruckt werden. Um zu kontrollieren, ob es sich bei Ihren Farben um Device-CMYK oder Volltonfarben handelt, können Sie im selben Fenster unter Anzeigen verschiedene Optionen einstellen. Bei der Einstellung Nicht DeviceCMYK werden alle Objekte eingeblendet, die eine andere Farbdefinition haben. Diese Objekte werden wahrscheinlich im Druck andere Farbwerte haben als in dieser Vorschau gemessen. Es müssen alle Objekte im PDF angezeigt werden, wenn Sie die Einstellung DeviceCMYK und Volltonfarben wählen. Werden hier Objekte ausgeblendet, werden diese nicht in den CMYK-Werten gedruckt wie angezeigt. Sollten Sie noch Elemente mit anderen Farbdefinitionen in Ihrem PDF sehen, so können Sie diese mit Acrobat 7 Professional entweder konvertieren (z.B. RGB-Farben) oder dekalibrieren.
 Farben konvertieren
Das Funktionen der Kalibrierung erreichen Sie über das Menü: Werkzeuge->Druckproduktion->Farben konvertieren...
Hier können Sie wie im Bild links bestimmte Farbräume unter Verwendung eines Zielprofiles in andere Farbräume konvertieren. Wenn Sie wie oben beschrieben und von uns empfohlen im Layoutprogramm nur im CMYK-Farbraum ohne Profile gearbeitet haben, so sollte das aber nicht nötig sein. Ein versehentlich angehängtes Profil kann wie im Bild rechts mit Acrobat 7 Pro wieder dekalibriert werden
Die Trimbox bezeichnet im PDF die Grösse des beschnittenen Endformates. Mit Setzen der Trimbox übermitteln Sie also an uns, welche Länge und Breite Ihr Druckprodukt nach dem Endbeschnitt haben soll. Diese Trimbox wird vom Workflow erkannt und übernommen. Ist die Trimbox falsch, können die Programme für den Bogenbau diese auch nur falsch auswerten und setzen das Produkt falsch auf den Druckbogen. Die meisten Programme setzen die Trimbox automatisch auf die Größe des Dokumentes, Freehand leider nicht. Es muß also immer im PDF kontrolliert werden, ob die Größe der Trimbox korrekt ist. Ein Tool dafür bringt Acrobat ab Version 7 pro selbst mit, für vorherige Versionen gibt es ein kostenlosen PlugIn von Kodak namens Prinergy Geometry Editor. Das Tool in Acrobat finden wir im Menü unter: Werkzeuge->Druckproduktion->Seiten beschneiden
Interessant für uns ist hier der Punkt Endformat. Unter dem Vorschaubild sehen wir die Größe des Endformats, d.h. auf diese Grösse werden wir das Produkt am Ende schneiden. Unter Randeinstellungen kann nun ganz genau die Trimbox eingestellt werden. Kontrollieren Sie hier, ob diese stimmt. Stimmt unter dem Bild die Größe des Endformats, ist die Trimbox wahrscheinlich richtig gesetzt. Haben Sie einen A6-Flyer z.B. aus Freehand auf A4 gedruckt, wird die Trimbox wahrscheinlich auf A4 stehen. Sie können sich, wenn der Flyer mittig auf dem A4-Blatt steht, die Maße ausrechnen. A4 hat eine Breite von 210mm, A6 hochkant eine Breite von 105mm. Wenn der Flyer mittig auf A4 steht, ist der linke und der rechte Abstand die Hälfte der Differenz aus A4 und A6, also 210 - 105 = 105/2 = 52,5, für links und rechts sind also 52,5 mm einzutragen. Der Abstand oben und unten errechnet sich aus 297 - 148 = 149/2 = 74,5. Visuell kann die Trimbox auch kontrolliert werden, wenn alle Werte richtig eingegeben sind sollte bei Größe der Endformatrahmen unter dem Bild automatisch 105,00 x 148,00 mm stehen.
Natürlich können Sie wie oben beschrieben das PDF „von Hand“ so kontrollieren, Acrobat liefert jedoch auch einen Preflight mit, bei dem Sie bis auf die Trimbox das PDF automatisiert überprüfen lassen können. Wir empfehlen dringend, sich Profile für die jeweiligen Druckbedingungen zu erstellen und jedes PDF, das in den Druck gehen soll, so noch einmal durchchecken zu lassen. Um ein Profil zu erstellen, klicken Sie im Menü unter Erweitert auf Preflight. Dort klicken Sie auf ein Profil und gehen auf Bearbeiten. Klicken Sie unten auf das + Symbol, um ein neues Profil zu erstellen. Nun können Sie Bedingungen festlegen, wann Acrobat eine Info oder einen Fehler melden soll, wenn eine bestimmte Bedingung zutrifft. Interessant sind die Unterpunkte Bilder, Farben, Zeichensätze und Rendering. Bauen wir uns nun eine Preflight-Profil für den Offsetdruck in 4c.
Bilder:
Um im Offset zu drucken, sollte die Auflösung der Bilder 300 dpi nicht unterschreiten, Strichbilder sollten mindestens 600 dpi haben. Ein Kreuz bedeutet, das im späteren Preflight diese Bedingung, wenn sie zutrifft, als Fehler gemeldet wird, Achtung und Info wird ebenso gemeldet. Hätten wir also bei der oberen Einstellung ein Bild mit 250 dpi im PDF, so würde der Preflight einen Fehler melden, ein Bild mit 1600 dpi würde nur als Info im Preflight stehen. Wir stellen die Meldungen so ein, daß Fehler angezeigt werden, wenn das Dokument ohne Rücksprache nicht gedruckt würde, bei Achtungszeichen kontrollieren wir das betreffende Objekt. Eine verlustbehaftete Komprimierung ist z.B. eine Jpeg-Komprimierung, in den meisten Fällen ist diese aber ausreichend.
Farben:
Da wir in CMYK drucken wollen, möchten wir natürlich eine Fehlermeldung bekommen, wenn im Dokument Sonderfarben enthalten sind. Möchten wir auf einen Lackflyer testen, könnten wir eingeben, daß nur eine Fehlermeldung erfolgt, wenn die Anzahl der Schmuckfar..
Zeichensätze:
Da wir das PDF nicht drucken können, wenn nicht alle Schriften eingebettet sind, muss hier eine Fehlermeldung erscheinen.
Rendering:
Transparenzen können nicht gedruckt werden und müssen durch unsere Vorstufenprogramme heruntergerechnet, geflattet werden. Dabei kann es passieren, das sich das Aussehen der heruntergerechneten Objekte verändert. Damit Sie abschätzen können, ob beim Flatten Probleme auftauchen, sollten Sie selbst diesen Vorgang durchführen, im zu uns geliefertem Druck-PDF dürfen transparente Objekte vorhanden sein. Auch Postscript Code macht das Aussehen nicht vorhersehbar und kann nicht verdruckt werden.
Benutzerdefinierte Prüfregeln:
Einige interessante Prüfregeln sind schon vorhanden und können hinzugefügt werden. Diese Regeln gleichen dem Preflight aus Acrobat 6 und sind, wenn einmal verstanden, sehr mächtig. Man kann fast alles mit diesen Prüfregeln checken lassen, deshalb geben wir hier ein Beispiel, wie man eine solche erstellt.
Zu den benutzerdefinierten Regeln gelangt man, wenn man im Preflightfenster auf Optionen -> Preflight Profile bearbeiten - Erweitert klickt. Bei den benutzerdefinierten Regeln arbeitet man im Prinzip in 3 Schritten. Als erstes definiert man eine Bedingung, z.B. „das Objekt ist weiß“ oder „der Gesamtfarbauftrag der Frabe ist grösser als 300%“. Diese Bedingungen werden in der rechten Liste mit Klick auf das + Zeichen definiert.
Hier kann man sehr viele Bedingungen definieren, manchmal ist ein wenig Suche erforderlich, um die richtigen Einstellungen zu finden. So findet man z.B. die Bedingung für den Gesamtfarbauftrag unter graphischer Parameter der Füllfarbe bzw. der Konturenfarbe (je nachdem, ob man die Füllung oder den Rand checken will), die Bedingung aber, das ein Objekt „weiß“ ist findet man in der Gruppe „Farbe“. Hat man die richtige Bedingung gefunden, gibt man den jeweiligen Operator und wenn erforderlich einen Wert ein. So kann man sich prinzipiell sehr viele Bedingungen schaffen, die man später preflighten möchte.
In der mittleren Liste kombiniert man nun die verschiedenen Bedingungen. Klicken Sie in der mittleren Liste auf das + Zeichen, benennen Sie die Regeln und geben Sie an, ob Sie, wenn die Bedingungen erfüllt sind, eine Fehlermeldung, eine Warnung oder eine Info haben möchten. Sie haben nun eine neue Regel erstellt, die im mittleren Fenster angezeigt wird. Diese Regel wird wahr (gibt eine Meldung aus), wenn alle Bedingungen, die in dieser Regel enthalten sind, auch wahr (zutreffend) sind. Klicken Sie also auf die Regel in der mittleren Liste, suchen sich eine Bedingung aus der rechten Liste und verschieben diese mit dem grünen Pfeil zwischen den Listen in die neue Prüfregel. Das machen Sie mit allen Bedingungen so. Haben Sie also ein Bedingung „das Objekt ist weiß“ und eine Bedingung „Füllfarbe ist überdruckend“ in dieser Regel und beide treffen zu, heißt das, ein weißes Objekt steht auf Überdrucken. Andere gute Kombinationen wären kleine Schrift und mehr als eine Farbe (Blitzergefahr) oder die Sonderfarbe Lack ist vorhanden, aber überdruckt nicht. Man kann mit diesem Tool also viele Sachen automatisiert checken lassen.
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